Kapitel 9: Das Ziel vor Augen

Das Denken beginnt, mir schwer zu fallen. Ein wenig verliere ich gerade die Orientierung. Wo bin ich gerade? Wie viele Kilometer bin ich schon gelaufen? Ich spüre, wie mich meine Kräfte in den Beinen gerade völlig verlassen. Joggen fällt immer wieder in einen Wanderschritt. Mensch Oli, das hier ist keine Wanderung, sondern ein Lauf, sage ich mir. Aber eigentlich bin ich völlig platt, total am Ende mit meinen Kräften, eigentlich kann ich nicht mehr. Und das hier hat gerade mit Spaß und Vergnügen rein gar nichts mehr zu tun.


Ich atme durch und höre ganz tief in mich hinein. Sehr merkwürdig, die Erschöpfung und die Muskelschmerzen sind natürlich deutlich zu spüren. Aber rund um die Füße und auch um den Knöchel spüre ich nichts. Ich beginne, mir Gedanken rund um die Schwellung zu machen.
Wo kommt die her? Was ist da passiert und vor allen Dingen: Wann und warum? Umgeknickt bin ich jedenfalls nicht. Und verdammt noch einmal, warum habe ich keine Schmerzen? Ich komme zu keinem Schluss. Rechts an meiner Seite taucht das Kilometer-90-Schild auf. Ich beginne über mich selbst zu staunen und fische mein Handy aus der Hosentasche. „Vorsichtiger Optimismus macht sich breit“. Eins, zwei, drei, vier, ja immer noch genau fünf Worte und dann abgesendet in Richtung meines blonden Engels.
Noch zehn Kilometer bis ins Ziel, keine Ahnung, wie lange ich jetzt schon unterwegs bin. Das ist auch eigentlich überhaupt nicht wichtig und in Gefahr ist ein Finish innerhalb der 24 Stunden auch nicht mehr. Im Gegenteil, wenn ich so weiter mache, dann wird das irgendetwas zwischen zwölf und 14 Stunden, vermute ich mal. Ein Alphorn-Bläser steht im Feld links und begrüßt uns Läufer volkstümlich in tiefen Basstönen. Die ganze Szenerie kommt mir gerade so surreal vor. De…
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